Angst

In lebensbedrohlichen Situationen ist Angst ein ganz normales und auch funktionales Gefühl, da es mit einem hohen Aktivierungsniveau einhergeht, das wir in solchen Situationen benötigen. Doch viele Menschen haben

  • große Angst in Situationen, die eigentlich gar nicht bedrohlich sind (z.B. bei Phobien)
  • große Angst in Situationen, in denen eine leichte Befürchtung oder Besorgnis eher angemessen erscheinen

So kommt es immer wieder zu einem erhöhten Stressniveau, das die Lebensqualität beeinträchtigen und langfristig psychosomatische Auswirkungen hervorrufen kann. Wenn dadurch zudem die individuellen Handlungsoptionen eingeschränkt sind, wird zudem noch das Erreichen von individuellen Lebenszielen erschwert.

Wut

Dieses Gefühl entsteht, wenn etwas nicht so „läuft“, wie wir uns das vorgestellt haben:

  • wir sind wütend auf andere, die sich anders verhalten, als sie „sollten“ oder
  • wir sind wütend auf die Ungerechtigkeiten dieser Welt oder
  • wir sind wütend auf uns selbst, z.B. weil wir „versagt“ haben

Auch hier geht es vor allem um das Ausmaß der Empfindung, die uns (und anderen!) manchmal so zu schaffen macht. Wenn wir immer wieder sehr große Wut empfinden, sind wir in unserer Lebensqualität beeinträchtigt und haben langfristig mit psychosomatischen Konsequenzen zu rechnen. Vor allem aber reagieren wir in solchen Situationen häufig nicht so, wie wir uns das „eigentlich“ wünschen würden, indem wir unkontrolliert dysfunktionale, d.h. unseren Lebenszielen nicht dienliche Reaktionen zeigen.

Scham

Manchmal möchten wir uns am liebsten verstecken oder im Boden versinken. Dabei ist Scham kein Gefühl, das wie Angst oder Wut selbstverständlicher Bestandteil unseres Lebens ist – tatsächlich ist Scham „eigentlich“ vollkommen überflüssig! Doch, wer kennt sie nicht, z.B. wenn man

  • eine bestimmte Leistung nicht erbracht hat, etwa durch eine Prüfung gefallen ist
  • von anderen ausgelacht wird, sich „blamiert“ hat
  • den Gedanken hat, dass man beim Vergleich mit anderen schlecht abschneidet (z.B. finanzielle Situation, sozialer Status, körperliche Schönheit oder Fitness)

Scham entsteht dann, wenn man das eigene Selbstwertgefühl von äußeren Faktoren oder der Beurteilung durch andere abhängig macht und dazu neigt, sein singuläres Verhalten in einzelnen Situationen auf sich selbst als ganze Person zu generalisieren. Scham kann unsere Lebensqualität ganz erheblich beeinflussen, auch deshalb, weil wir manchmal schon im Voraus - aus Angst davor, es könnte zu peinlichen Gefühlen kommen - Herausforderungen vermeiden, denen wir uns im Sinne unserer individuellen Lebensziele eigentlich stellen möchten.

Niedergeschlagenheit

Dieses Gefühl geht nicht mit einem erhöhten, sondern mit einem verringerten Aktivierungsniveau einher. Oft sieht man keinen rechten Sinn mehr in seinem Leben. Und häufig finden sich Einschätzungen wie

  • bisher hat in meinem Leben nichts wirklich so geklappt, wie ich mir das gewünscht hätte
  • ich tauge nichts, sehe mich selbst als Versager
  • das wird sich auch in Zukunft nicht ändern

Solche Gedanken, auch als „kognitive Triade“ (Beck) bezeichnet, sind typisch, wenn jemand sehr niedergeschlagen oder depressiv ist. Häufig gesellen sich dann noch psychosomatische Symptome (wie z.B. Schlafstörungen, Appetitverlust) und auch dysfunktionale Verhaltensweisen (z.B. der Griff zu Suchtmitteln, verminderte Aktivität, sozialer Rückzug) dazu.

Wenn auch Sie mit Emotionen zu kämpfen haben, die

  • Ihnen in der jeweiligen Situation nicht angemessen erscheinen und/oder
  • Sie sehr stark belasten und in Ihrer Lebensqualität einschränken und/oder
  • immer wieder dazu führen, dass Sie sich nicht so verhalten, wie Sie sich das wünschen würden oder sich vorgenommen hatten

… dann können wir gemeinsam versuchen, die Gedanken (die häufig unbewusst und automatisiert sind), die diese Gefühle verursachen, aufzudecken und gemeinsam andere, für Sie angemessene Denkmuster zu entwickeln, auf ihre Alltags-tauglichkeit zu testen und einzuüben.

 

Susanne Thole

disKURSiv.

Heilpraktikerin (Psychotherapie)

Ganzheitliche Ernährungsberaterin

M.A. (Soziale Verhaltens-

wissenschaften, Philosophie)

 

Kreulichweg 84

45307 Essen

 

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