„Ein konfliktfreies Leben und Zusammenleben, so lehrt die Erfahrung, gibt es nicht. Deshalb erscheint es von vornherein zwecklos, Konflikte „radikal“ (wörtlich: von der Wurzel her) lösen und damit ein- für allemal beseitigen zu wollen. Realistischer ist es, Konflikte als alltägliche Ereignisse zu betrachten und zu lernen, sie zu bewältigen.“

(K. Berkel, „Konflikttraining. Konflikte verstehen, analysieren, bewältigen“, in: Arbeitshefte für Führungspsychologie, E. Crisand, G. Raab und N. Crisand (Hrsg.), Bd. 15.

WINDMÜHLE VERLAG, Hamburg 2011 (11. A.), S. 5)

Konflikte als Belastung

Konflikte können viele Ursachen haben: Manchmal beruhen sie schlichtweg auf Missverständnissen, manchmal gibt es scheinbar oder tatsächlich unvereinbare Ziele, manchmal sind die Ziele dieselben, aber der Weg dahin strittig. Häufig ist die subjektive Wahrnehmung von unangenehmen und belastenden Gefühlen begleitet, die Kommunikation mit dem „Konfliktgegner“ ist erschwert und gemeinsames Handeln, z.B. für gemeinsame Ziele, scheint kaum mehr möglich. Bleiben Konflikte unbewältigt, unterliegt die Wahrnehmung und Einschätzung von Situationen immer mehr Verzerrungen, es kommt zu Widerstands- und Stressreaktionen – und schließlich eskaliert die Auseinandersetzung womöglich so, dass anschließend „nichts mehr geht“. Insbesondere am Arbeitsplatz, aber auch in der Familie sind solche Wirkungen oft schwer zu ertragen.

 

Konflikte als Chance

Konflikte lassen sich nicht vermeiden, doch die Fähigkeit zum konstruktiven Bewältigen von Konflikten kann man lernen: Konflikte möglichst realistisch wahrzunehmen, zu analysieren, richtig zu kommunizieren und sie nicht als Störung, sondern als Chance zu begreifen, ist der Weg zu einem menschlicheren und effektiveren Miteinander.

 

Und was kann ich tun?

Zunächst einmal ist es sinnvoll, sich einige Fragen zu stellen:

  • Um welche Art von Konflikt handelt es sich?
  • Haben wir (noch) dieselben Ziele, was verbindet mich mit dem anderen?
  • Wie weit ist die Auseinandersetzung schon eskaliert, welche Möglichkeiten der Deeskalation gibt es?
  • Auf welche Art kommunizieren wir miteinander, kommt es vielleicht immer wieder zu Missverständnissen?
  • Kann es Kompromisse geben, und wie könnten diese aussehen?
  • Verliere ich mein „Gesicht“, wenn ich nachgebe – oder gibt der Klügere nach?
  • Gibt es noch ganz andere Gesichtspunkte, die gewissermaßen „aus dem Hintergrund“ wirken – die aber noch gar nicht zur Sprache gekommen sind?
  • Gibt es alte, noch nicht aufgearbeitete Auseinandersetzungen, die sich heute noch auswirken?
  • Sind Dritte beteiligt? Als Mitverursacher, als Leidtragende?
  • Welche kognitiven Hintergrundannahmen, welche Art von Denkstilen verstärken den Streit – und sind diese gerechtfertigt?

 

Wenn Sie sich durch schwelende Konflikte stark belastet fühlen und daran etwas ändern möchten, unterstütze ich Sie gerne, entweder Sie allein oder – falls möglich – gemeinsam mit Ihrem Konflikt“partner“.

Susanne Thole

disKURSiv.

Heilpraktikerin (Psychotherapie)

Ganzheitliche Ernährungsberaterin

M.A. (Soziale Verhaltens-

wissenschaften, Philosophie)

 

Kreulichweg 84

45307 Essen

 

Rufen Sie mich an unter

0157 / 88 52 82 47

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